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Wie viel Alkohol ist „erlaubt“? Gesunde Grenzwerte gibt es nicht

22. März 2021

Viele Menschen glauben, ein tägliches Gläschen Rotwein wäre gesund für das Herz. Oder sie genießen ihr Feierabendbier „zum Absacken“. Ein Schnaps nach einer üppigen Mahlzeit hilft zur Verdauung? Was ist dran und wie viel Alkohol ist eigentlich gesund? Faktum ist, dass es keinen Grenzwert gibt, unter dem der Alkoholkonsum unbedenklich ist. Denn Alkohol ist ein Zellgift und hat gesundheitliche Folgen. Bei jedem Alkoholgenuss bleibt der Alkohol längere Zeit im Blut und schädigt so alle Organe.

Wie viel Alkohol ist „erlaubt“?  Gesunde Grenzwerte gibt es nicht

Alkohol ist ein Giftstoff für den Körper
Alkohol als Giftstoff wird in unserer Leber als Entgiftungsorgan abgebaut. Wer regelmäßig Alkohol trinkt, schädigt die Leber und es kann zu schweren Leberveränderungen bis hin zur Leberzirrhose kommen. Ein Teil des aufgenommenen Alkohols wird zu Acetaldehyd abgebaut oder ausgeschieden. Der Rest gelangt auf dem Verdauungsweg in den Körper. Alkoholkonsum fördert auch das Erkrankungsrisiko für bestimmte Krebsarten.

Positive Wirkung ist Mythos
Weder Rotwein ist nach neuesten Studien „herzgesund“, noch fördert Bier guten Schlaf, da der Schlaf nachts unruhiger wird, und auch der Schnaps entspannt nur die Magenmuskulatur, denn das Fett bleibt sogar länger im Magen. Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollten Frauen keinesfalls mehr als 10 Gramm Alkohol (< 0,33 l Bier), Männer nicht mehr als 20 Gramm Alkohol (bis zu 0,5 l Bier) pro Tag zu sich nehmen. Zwei alkoholfreie Tage pro Woche sollte man mindestens einbauen.

Null Alkohol für Schwangere ist ein Muss
Schwangere dürfen gar keinen Alkohol zu sich nehmen (auch kein sogenanntes alkoholfreies Bier, da es Restmengen an Alkohol enthält), da Alkohol im Blut die Plazentaschranke der Mutter zum Kind ungehindert überwindet und es schädigt. Dies kann zu geistiger und körperlicher Behinderung, Entwicklungs- und Wachstumsstörungen sowie Missbildungen führen. Man nennt diese Schäden FASD (Fetale Alkohol-Spektrum-Störungen).

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